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Das Editorial

RUDOLF VONLANTHEN
Grossrat, Präsident APF/HEV Fribourg


Liebe Hauseigentümerin,
Lieber Hauseigentümer,

Das Covid-19 hat unser Leben weiterhin im Griff, und doch hoffen wir, dass bald die Normalität zurückkehren wird. In den letzten Monaten haben der Bund und die Kantone diesbezüglich milliardenschwere Hilfspakete gesprochen. Es wird Jahre dauern, bis wir diese Schuldenberge wiederum abgetragen haben. Genau in dieser schwierigen Zeit kommen die Grünen mit weiteren utopischen und nicht finanzierbaren Forderungen, obwohl das Eidgenössische Parlament vor einigen Monaten die Verschärfung des CO₂-Gesetzes beschlossen hat. «Klimaneutral»war bis gestern, nun läuten die Grünen mit Hilfe der Grün-Liberalen die nächste Runde ein. Sie fordern, dass die Schweiz bis 2040 klimapositiv wird. Das würde heissen, dass wir in 20 Jahren mehr Treibhausgas-Emissionen aus der Atmosphäre entnehmen als ausgestossen wird. Um dies zu erreichen, wollen die Grünen auf bekannte Mittel setzen. Den Energieverbrauch und der CO₂- Ausstoss noch mehr senken, die Energieeffizienz weiter erhöhen und die erneuerbaren Energien unermüdlich ausbauen. Wie die Grünen ihren schärferen Klimaplan finanzieren wollen, ist noch nicht ganz klar. Sie denken aber an weitere CO₂ Abgaben, Entsorgungsgebühren, aber auch an Investitionen durch den Staat. Diese weiteren Schritte, welche durch die Grünen geplant sind, würden bestimmt heissen, dass die Hauseigentümer abermals zur Kasse gebeten werden. In der Corona-Krise erneut mit unwirklichen Forderungen zu kommen, ist verwerflich und grenzt an Arroganz. Die Grünen wollen die Schweiz erziehen und meinen, so die Welt retten zu können !

Ein zweites unrühmliches Thema beschäftigt uns zurzeit. Reduktion von Geschäftsmieten infolge des Coronavirus. Die Mieter sollen nur 40% der Miete schulden. Der HEV Schweiz lehnt einen rückwirkenden Staatseingriff in privatrechtliche Mietverträge und damit verbunden, einen staatlich erzwungenen Mieterlass auf Kosten der Vermieter ab. Ein solcher Eingriff wäre verfassungswidrig und würde die Eigentumsgarantie verletzen. Es ist vielmehr Aufgabe der betroffenen Mietparteien, situationsgerechte Lösungen auszuarbeiten. Ohne Gesetz, sondern aus Vernunftgründen sind sehr viele Vermieter bereits mit den Mietern Erlassen und anderen Erleichterungen entgegengekommen. Im Dezember 2020 wird sich das Parlament wohl mit dieser unsinnigen Gesetzesvorlage befassen. Zudem hat unser Staatsrat schon im Mai entsprechende Subventionen beschlossen, um die Mieter und Vermieter von Geschäftsräumen erheblich zu entlasten.

Schlussendlich lade ich Sie alle ein, an unserer nächsten Generalversammlung, die am Donnerstag, 15. Oktober um 18.00 Uhr im Restaurant de l’Avenir in 1617 Remaufens stattfinden wird teilzunehmen. Wir freuen uns, Sie zahlreich begrüssen zu dürfen. Bleiben Sie gesund !