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Das Editorial

RUDOLF VONLANTHEN
Grossrat, Präsident APF/HEV Fribourg
 

HERZLICHEN DANK!

Liebe Hauseigentümerin,
Lieber Hauseigentümer,

Wir haben es geschafft. Die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger lehnten das missratene CO2-Gesetz mit 51,6 der Stimmenden und der grossen Mehrheit der Kantone ab. Dies bei einer rekordhohen Stimmbeteiligung von 59,7%. Für Ihre grosse Unterstützung, Ihr Engagement und Ihre Standhaftigkeit bedanke ich mich ganz herzlich.

Wir nehmen gerne zur Kenntnis, dass sich das Schweizer Stimmvolk mit der Ablehnung des CO2-Gesetzes gegen höhere Wohnkosten und gegen eine staatliche Bevormundung und Umverteilung von zusätzlichen Abgaben ausgesprochen hat. Der neue CO2-Grenzwert bei Wohngebäuden hätte zum Teil zu massiven Investitionen beim Heizungsersatz geführt. Zudem wären gleichzeitig hohe Kosten für energetische Massnahmen an der Gebäudehülle notwendig geworden.

Der APF/HEV hat sich immer für die Reduktion der Treibhausgase im Gebäudebereich stark gemacht. Diese Erfolge kamen ohne Zwangsmassnahmen und Verbote zustande. Hausbesitzer*innen handeln verantwortungsvoll und investieren jährlich rund 20 Milliarden Franken in den Gebäudepark Schweiz. Diese Investitionen haben dazu beigetragen, den Treibhausgasausstoss des Gebäudebereichs von 1990 bis 2019 um ca. 35% zu senken.  Wir dürfen feststellen, dass ohne das neue CO2-Gesetz schon heute viele fossile Heizungen durch alternative Systeme, auch dank der Förderung unseres Kantons, ersetzt werden. Auf freiwilliger Basis entstehen bessere und zielführendere Lösungen, als wenn sie staatlich vorgeschrieben werden. Der APF/HEV wird sich auch künftig bei möglichen Vorstössen und Bevormundungen dafür einsetzen, dass der Gebäudebereich nicht über Gebühr belastet wird; weil man das Klima nicht mit Abgaben retten kann.

Eine weitere gute Neuigkeit: Die Abschaffung des Eigenmietwertes hat eine weitere wichtige Hürde genommen. Die ständerätliche Kommission für Wirtschaft und Abgaben hat an ihrer letzten Sitzung endlich eine Gesetzesrevision für einen Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung zuhanden des Parlaments verabschiedet. Die ungerechte Besteuerung eines fiktiven Mietzinses für das Wohnen in den eigenen vier Wänden muss endlich abgeschafft werden. Die konkrete Gesetzesvorlage sieht u.a. vor, dass die selbstbenutzte Wohnung am Hauptwohnsitz künftig keinen Eigenmietwert mehr versteuern muss. Die Gesetzesvorlage muss nun zügig vom Parlament verabschiedet werden. Es ist an der Zeit, dass sich auch in der Schweiz mehr Menschen Wohneigentum leisten – und dieses auch noch im Alter ohne Steuerstrafe nutzen können.

Am 7. November dieses Jahres wählen wir erneut den Gesamtstaatsrat, den Grossen Rat und die Oberamtmänner. Gehen wir auch diesmal zur Urne und unterstützen diejenigen Politikerinnen und Politiker, welche uns Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern gut gesinnt sind, unsere Anliegen ernst nehmen und auch dafür kämpfen.