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Anzahl der Mitgliederbis 31.12.2017
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Das Editorial

RUDOLF VONLANTHEN
Grossrat, Präsident APF/HEV Fribourg


Liebe Hauseigentümerin,
Lieber Hauseigentümer,

Wie leider zu erwarten war, hat der Grosse Rat Ende Mai die Motion von Markus Bapst und Rudolf Vonlanthen zur Senkung der Liegenschaftssteuer abgelehnt. Die vorgetragenen stichhaltigen Argumente fruchteten nicht.
 
Es ist nämlich nicht zu vergessen, dass entgegen den früheren Jahren der Hauseigentümer heute alle seine Kosten zahlt, welche durch das Erstellen eines Gebäudes und dessen Bewohnen und Benützen verursacht werden. Es sind dies neben der Liegenschafts- auch die Gewinn-, die Handänderungs-, die Kapitalgewinn- und die Vermögenssteuer. Dazu übernimmt er sämtliche Erschliessungs- und Baubewilligungskosten, die Frischwasser- und Abwassergebühren, die Sackgebühren und zudem muss er noch den Eigenmietwert versteuern.  Ausserdem bezahlt der brave Hausbesitzer horrende Einkommenssteuern und noch andere Gebühren. Trotzdem berief sich der Staatsrat auf ein Gesetz aus dem Jahre 1922, welches heute noch seine Gültigkeit haben solle? Hier irrt er sich mächtig. Die Mehrheit des Grossen Rates irrte mit. Es war die Angst vor  Steuerausfällen. Die Gemeindevertreter durch alle Parteien gaben den Ausschlag zur Ablehnung. Die Liegenschaftssteuer dient somit heute nur noch dazu, die munter sprudelnden Gemeindekassen auf eine unfeine Art zu füllen. Die Gemeinden sollen nun ihre Gemeindeautonomie wie versprochen wahrnehmen und von sich aus die Liegenschaftsteuern senken oder ganz abschaffen. Ich rufe alle Hauseigentümer auf, sich an den betreffenden Gemeindeversammlungen vehement dafür einzusetzen. Sollten wir damit keinen nennenswerten Erfolg haben, werden wir in Kürze eine entsprechende Volksinitiative lancieren.
 
Wer in den eigenen vier Wänden wohnt, muss dafür Einkommenssteuern bezahlen. Dieser Mietwert der eigenen Wohnung soll nun doch abgeschafft werden. Der Ständerat ist in Sachen Eigenmietwert weitergekommen und hat einen Vorschlag ausgearbeitet. Im Gegenzug dürfen Hypothekarzinsen und der Liegenschaftsunterhalt nicht mehr abgezogen werden können. Bei Zustimmung des Nationalrates müsste eine Gesetzesvorlage verabschiedet werden. Noch ist es aber nicht soweit. Bekanntlich liegt der Teufel im Detail. Es bleibt zu hoffen, dass das Parlament diese Gesetzesänderung noch vor den Eidg. Wahlen 2019 vornimmt. Ansonsten werden wir wohl wieder für 4 Jahre vertröstet. Verhaltener Optimismus ist wohl besser als verfrühter Jubel.
 
Erlauben Sie mir auch dieses Mal, Sie an die vielen Vergünstigungen, welche für die Mitglieder bestimmt sind, zu erinnern. Auch möchte ich Sie ermuntern, in Ihren Freundes-, Verwandten- und Bekanntenkreis für unseren Verband zu werben, damit wir viele Neumitglieder willkommen heissen können. Um Ihre Interessen zu vertreten, brauchen wir einen starken APF/HEV.
 
Nun wünsche ich im Namen des Vorstandes und der Geschäftsleitung eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit sowie Gesundheit, Glück und viel Erfolg im Jahre 2019!