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Das Editorial

RUDOLF VONLANTHEN
Grossrat, Präsident APF/HEV Fribourg


Liebe Hauseigentümerin,
Lieber Hauseigentümer,

Die grüne Welle überrollt auch die Schweiz. Schülerinnen und Schüler schwänzen die Schule um zu demonstrieren und dabei meinen sie, das Klima retten zu können. Eine solche Hysterie brauchen wir nicht. Der Klimaschutz liegt uns allen am Herzen. Die Schweizer Politik hat auch schon vieles unternommen. Gemäss den pulizierten Zahlen des Bundesamtes für Umwelt konnte der Co2-Ausstoss von 26.5 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. Gleichzeitig betrug das Bevölkerungswachstum seit 1990 knapp 25 Prozent und die Wohngebäude nahmen um 33 Prozent zu. Den Hauseigentümern sei Dank!
 
Bei der Umsetzung der Energiestrategie 2050 ist der Zielwert für den Energiebedarf pro Kopf für 2020 bereits erreicht. Das Klima geht uns alle an. Daher darf es nicht sein, dass nur der Gebäudebereich weiterhin hart angepackt wird. Knapp vier Jahre nach der Verabschiedung der MuKEn befinden sich mittlerweile die Mehrzahl der Kantone in der Phase der Umsetzung in die kantonalen Vorschriften.  Die Kantone Waadt, beide Basel, Obwalden haben die MuKEn bis Ende 2018 umgesetzt. Der Kanton Waadt hat die Regelung zum Einsatz erneuerbarer Energie beim Heizkesselersatz nicht eingeführt. Auch im Kanton Baselland wurden die MuKEn abgeschwächt. In den Kantonen Solothurn, Luzern und Bern wurde eine Volksabstimmung nötig. Solothurn und Luzern nahmen die Richtlinien an, während Bern am 10.2.2019 das geänderte Gesetz ablehnte. In den Kantonen Graubünden, Appenzell, Aargau, Neuenburg, Zürich, St. Gallen, Thurgau und Freiburg ist die Vernehmlassung am Laufen. Es zeichnet sich ab, dass in den Kantonen Thurgau und Zürich nur wenige Elemente der MuKEn umgesetzt werden sollen.  Obwohl sich die Kantonalen Energiedirektoren um Harmonisierung bemühen, zeichnet sich eine flächendeckende Umsetzung der MuKEn definitiv nicht ab. Während einige Kantone weitergehen wollen als die MuKEn, stehen andere Kantone auf die Bremse beim Einführen neuer Regelungen.
 
Und wie sieht es in unserem Kanton aus? Ich kenne die Ergebnisse der Vernehmlassung noch nicht. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf den Gesetzesvorschlag, welcher der Staatsrat dem Grossen Rat in den nächsten Monaten präsentieren wird. So oder so muss der Hauseigentümerverband den Spielraum ausnützen, unsere Vorstellungen einzubringen, damit wir die Regulierungswut im Zaum halten können.
 
Wie wir wissen, richtet die Schweiz die Engeriepolitik neu aus. Das tangiert vor allem die Gebäude.Die Hauseigentümer wägen Vor- und Nachteile unterschiedlicher Energiesysteme sorgfältig ab. Der Hauseigentümerverband unterstützt sie dabei. Werben Sie für Neumitglieder, damit vermehrt Hauseigentümer in den Genuss der APF/HEV Vorteile kommen.
 
Wie schon mehrmals angetönt, findet unsere Generalversammlung am Donnerstag, 6. Juni 2019 in der Auberge Lavapesson in Granges-Paccot statt. Es würde mich sehr freuen, Sie an unserer GV zahlreich begrüssen zu können.